Wissenschaftliches und Naives Vorwissen
In einem älteren Blogeintrag hatte ich mich ja schon mal dazu geäußert, dass in der Vorwissensforschung dahingehend überprüft werden kann, ob dieses den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisses entspricht. Widerspricht es dem aktuellen Wissensstand, dann wird es als naiv bezeichnet.
Gerade mal wieder gelesen und als spannend befunden:
Kinder haben in verschiedenen Ländern ein naives Modell von der Erde: sie ist ein flaches Rechteck oder eine Scheibe. Darüber ist der Himmel, in dem sich Sonne und andere Sterne bewegen. Konfrontiert man nun Kinder mit der wissenschaftlich korrekten Sichtweise, steht ihre naive Sichtweise ihnen im Weg, das neue Wissen zu integrieren. Sie basteln sich synthetische Modelle, in denen beide Sichtweisen Platz finden: Kinder glauben dann, dass es 2 Erden gibt. Eine flache, auf der die Menschen leben und zusätzlich eben diesen Planeten namens Erde. 
Mehr dazu bei: Renkl, A. (1996). Vorwissen und Schulleistung. In J. Möller & O. Köller (Eds.), Emotionen, Kognitionen und Schulleistung (pp. 175–190). Weinheim: Beltz Psychologie-Verl.-Union.