Wissenschaftsbetrug
Arne hatte ja ein Rätsel zu einem aktuellen Skandal aufgegeben. In der Geschichte gibt es einige andere mehr oder weniger spektakuläre Berichte über Wissenschaftsbetrug:
- Charles Dawson (Archäologie, 1912)
- Paul Kammerer (Biologie, 1925)
- Martin Fleischmann & Stanley Pons (Chemie, 1989)
- Marion Brach & Friedhelm Herrmann (Krebsforschung, 1997)
- Shinichi Fujimori (Archäologie, 2000)*
- Victor Ninov/Lawrence Berkley Laboratorium (Physik, 2002)**
Eine ganze Übersicht findet man auch in der Wikipedia.
* Der japanische Archäologe Shinichi Fujimori wurde zufällig gefilmt, als er paläontologische Relikte, die er anderswo entdeckt hatte, am gegenwärtigen Ausgrabungsort vergrub. Er wollte, dass die Relikte eine weit reichende historische Bedeutung zugeschrieben wurde, die beim ursprünglichen Fundort nicht gegeben war. Nachdem er überführt wurde, wurden all seine Ausgrabungen kritisch überprüft und “japanische Geschichtsbücher mussten überarbeitet werden” (Ascheron, 2007, S. 155).
** Victor Ninov hat übrigens an der TU Darmstadt studiert und promoviert, am GSI gearbeitet …
August 16th, 2007 at 9:21 am
Wissenschaft, das ist und bleibt, was einer ab vom anderen schreibt.
August 16th, 2007 at 6:38 pm
Was mir dazu gerade einfällt. Eine Professorin hat mir mal erzählt, dass sie ne Studie gemacht hat, in der sich zeigte, dass eine bestimmte Ausprägung eines Konstrukts mit sozialer Erwünschtheit einher ging. Sie hatte große Probleme, das zu publizieren, weil es quasi die ganze Forschungslinie in Frage stellen konnte. Und dass Ergebnisse, die Theorien nicht bestätigen, ja auch eher nicht publiziert werden … so dass man eigentlich gar keinen guten Überblick bekommt, wie das Verhältnis denn wirklich ist.