Schalalalala …
Frohe Botschaft hat mir mein Chef heute verkündet … Zur Erklärung muss ich etwas ausholen.
Seit Februar 2006 habe ich mich dazu entschlossen, zu promovieren und mir eine Fragestellung gesucht. Die erste Idee war Commitment von Doktoranden gegenüber der Universität, das habe ich schnell gemeinsam mit meinem Betreuer verworfen. Zweite Idee war: Selbstgesteuertes Lernen bei Doktoranden. Halte ich zwar immer noch für ein gutes Thema, hat sich aber nach 9 Monaten harter Arbeit als zu schwierig herausgestellt, weil ich keine gescheiten Leistungskriterien finden konnte. Das war sehr deprimierend, zumal nicht mein Betreuer, sondern mein Chef und unser Methodikprof. mich darauf aufmerksam gemacht haben. Dann habe ich 2-3 Monate nix gemacht und mit mir gehadert, ob ich überhaupt promovieren soll, war dann thematisch so in Richtung Berufserfolg gegangen. Nach Diskussion mit einem guten Bekannten (fast ein Dr. in der Psychologie) wollte ich dann Selbstgesteuertes Lernen im Studium und späteren Berufserfolg miteinander verknüpfen. Ich hatte gelernt – nicht bis ins letzte Detail ausarbeiten und sich dann Meinungen einholen, sondern schnell gucken, ob das realisierbar ist. Leider musste mein Chef mich auch hier enttäuschen: es gab zu viele Stolperfallen. Im Anschluss haben wir weiter diskutiert, in welche Richtung es denn gehen könnte und so kamen wir auf die Idee, ich könnte doch Lernstrategien in Abhängigkeit von unterschiedlichen Prüfungsformen untersuchen. Also habe ich mich auf die Suche gemacht, empirische Vorarbeiten in dieser Richtung gefunden und ein Exposé geschrieben … und Trommelwirbel: heute meinte er, dass das so klappen könnte.
Das heißt: ich habe nicht nur ein Thema, sondern auch eine Fragestellung, und nicht nur das, sogar eine realisierbare Fragestellung. Da ich dank modernster Techniken
mein ganzes Wissen ordentlich gemanagt habe, könnte ich mich sogar bald an die Erhebung machen. Ich muss jetzt nur willige Professoren eines Faches finden, die mich bei sich erheben lassen. Und ich brauche dabei jemanden, der eine Multiple Choice Klausur schreiben lässt und als Gegenpol jemanden, der eine Essayklausur schreiben lässt. Aber mit meinem Arbeitgeber im Hintergrund sollte das machbar sein. Das ist wirklich ein netter Start ins Wochenende …