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Citavi

Heute möchte ich von einer Software berichten, die ich – je länger ich damit arbeite – immer mehr ins Herz schließe. Das Ganze heißt Citavi und ist eine Literaturverwaltungs-, Wissensorganisations- und Aufgabenplanungssoftware in einem. Man kann die Software erst mal kostenlos und im vollen Umfang testen, nur sind die Speichermöglichkeiten beschränkt (was immer das heißt). Dann gibt es eine Version, die man kaufen kann (kostet 77 Euro, wenn man eine Gruppe ist, wird es irgendwie billiger) und … Trommelwirbel … man kann die Dinger auch gewinnen. 3 Lizenzen pro Monat werden als eine Art Stipendium verschenkt, man kann sich mit seiner Arbeit darauf bewerben und dann wird gelost. Und so eine Version habe ich bekommen … inzwischen wäre ich aber auch bereit, das geforderte Geld zu bezahlen …

Um mich mit dem Programm vertraut zu machen, habe ich mit der Literaturverwaltung angefangen und war ziemlich schnell überzeugt. Wenn ich die ISBN-Nummer eines Buches habe, dann kann ich die eingeben und mir alle Daten runterladen. Sehr praktisch, sehr schnell. Ich sehe dann auch, in welchen Bibliotheken die Bücher vorhanden sind etc. Wenn ich andere Werke, wie z.B. Aufsätze in Zeitschriften eingeben muss, dann muss ich u.U. nicht alles eingeben, sondern kann auf die Daten der Datenbank zurückgreifen, d.h. den gleichen Namen muss ich nicht 2x eingeben, sondern kann ihn dann auswählen, ebenso bei den Zeitschriften etc. Wenn ich ein Herausgeberwerk habe, gebe ich erst die Herausgeber an (ISBN-Suche und Daten runterladen) und dann einzelne Werke. Die einzelnen Kapitel muss ich zwar mit der Hand eingeben, aber ich kann dann unter all meinen Herausgeberwerken der Datei auswählen, aus welchem Buch das nun stammt … mit einem Klick sozusagen.

Tja, und schließlich kann ich mir Literaturverzeichnisse ausgeben lassen und zwar in dem Zitationsstil, wie ich sie brauche. Die kann ich ggf. selbst definieren, ich hatte Glück: der der Psychologie ist voreingestellt.

Inzwischen bin ich auch bei der Wissensorganisation angelangt und das ist gar nicht schlecht. Man ordnet Zitate und Gedanken den entsprechenden Quellen zu und is gezwungen, eine gescheihte Überschrift dafür zu finden und die Seitenzahl aufzuschreiben. Man arbeitet also sehr gewissenhaft. Weiterhin wird alles gleich strukturiert und man legt eine kognitive Landkarte seines Wissensgebietes an. Die Formatierungsmöglichkeiten sind etwas begrenzt, aber es lässt sich trotzdem gut damit arbeiten. Und wenn man in der Literaturverwaltung ist und sehen will, was man so alles aus dem Buch oder Artikel herausgeschrieben hat, kann man das auch einsehen.

An die Aufgabenplanung habe ich mich noch nicht gewagt, mal sehen … Ich werde mir irgendwann mal die Anleitungen und die Hilfe ansnehen, die waren bisher immer ganz nützlich und verständlich.

In regelmäßigen Abständen bekommt man auch automatisch Updates geschickt, also man merkt einfach, dass die Leute da weiterhin dran arbeiten. Wie gesagt, ich bin begeistert und kann es nur weiter empfehlen.


6 Responses to “Citavi”

  1. Chris Says:

    Irgendwie kommt es mir bekannt vor… Ich habe ja in dem Umfeld meine Dipl geschrieben, aber leider weiss ich nur noch, dass es mir irgendwas sagt, aber nicht was es mir sagt :-(

  2. Michael Says:

    Ich bin nicht so begeistert von dem System. Es bietet keine dirketen Importfunktionen zu den gängigsten Datenbankenanbietern wie Ebsco, Proquest etc. Ich finde RefMan und RefWorks viel umgangeicher. Zudem ist RefWorks webbasiert, das hat den Vorteil wenn man wie ich von mehreren PC’s arbeitet.

  3. Jana Says:

    @Michael: Stimmt, das mit dem webbasierten Arbeiten ist ein gutes Argument. Das würde ich mir auch wünschen. Aber wenn ich es richtig verstanden habe – ich habe mal einen Blick auf die Homepages dieser Produkte geworfen – kann man damit Wissen zumindest nicht so wie mit Citavi organisieren, oder? Oder gibt es da auch Möglichkeiten, Zitate zu sammeln und zu verwalten, so dass man damit direkt seine Texte schreiben kann?

  4. Nora Says:

    Ich habe RefWorks vor kurzem getested, da meine Uni eine Campuslizenz hat. RefWorks hat echt viele direkte Importfunktionen, man kann Ordern erstellen, Wissen verwalten und sogar Attachments hochladen! Ich habe sogar meine IPod backup hochgeladen :-) Das Program formatiert auch OpenOffice und Word fuer Mac. Und das Beste ist…. fuer mich ist es kostenlos, meine Uni zahlt dafuer!

  5. Nora Says:

    Ich habe von meiner Uni Bibliothek gehoert, dass RefWorks jetzt bald auch Off-line erhaeltlich sein wird.

  6. Jana Says:

    Ich denke, dass RefWorks wirklich im Vergleich zu Citavi den Vorteil hat, dass es webbasiert ist. Aber ich bin eben mal auf die Homepage gegangen.
    Ich müsste mir jedes Jahr wieder eine neue Lizenz (momentan für 100 $) kaufen – das finde ich schon ein bisschen frech.
    Und ein weiterer – für mich entscheidenderer Nachteil: man kann damit kein Wissen (Zitate, Bilder etc.) verwalten. Lediglich Bibliographien verwalten. Aber das reicht mir in der Tat nicht.


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