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Die Objektwahl beim Manne

Aus der poetischen Werkstatt Freuds:

In Über einen besonderen Typus der Objektwahl beim Manne (1910) beschreibt Freud verschiedene klinische Liebeszustände:

  1. Der geschädigte Dritte: “Ihr Inhalt geht dahin, dass der Betreffende niemals ein Weib zum Liebesobjekt wählt, welches noch frei ist [...], sondern nur ein solches Weib, auf das ein andere Mann als Ehegatte, Verlobter, Freund, Eigentumsrechte geltend machen kann.”
  2. Die Dirnenliebe: “Das keusche und unverdächtige Weib übt niemals den Reiz aus, der es zum Liebesobjekt erhebt, sondern nur das irgendwie sexuell Anrüchige, an dessen Treue und Verlässlichkeit ein Zweifel gestattet ist”
  3. Eine lange Reihe von Objekten: Die Frauen werden als höchstwertige Liebesobjekte behandelt. Allerdings darf man aus der Treue und Intensität der Bindung nicht ableiten, dass ein einziges Liebesverhältnis das Liebesleben ausfülle, vielmehr wiederholen sich die Leidenschaften dieser Art mit den gleichen Eigentümlichkeiten.
  4. Tendenz, die Geliebte zu retten: Der Mann ist überzeugt, dass die Geliebte seiner bedarf, dass sie ohne ihn rasch auf ein bedauernswertes Niveau herabsinken würde.

3 Responses to “Die Objektwahl beim Manne”

  1. Arne Says:

    “Eigentumsrechte”? Alles klar…

    Das war aber hoffentlich nur eine Auswahl an Möglichkeiten, ich könnte mir vorstellen, dass sich hier nicht jeder Leser wiederfindet. ;-)

  2. Jana Says:

    Hei Arne,

    wenn ich das richtig verstehe, meint “klinische Zustände” genau das … dass sich nicht jeder männliche Leser darin wiederfinden muss …

  3. Arne Says:

    Ach so, also vereinfacht gesagt eher in dem Sinne von “krankhaften”, nicht-normalen Zuständen? Na denn…


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