Mittelwert und Median
Ich habe im ZQ ein kleines Projekt bekommen: nachträgliche Befragung der Klienten einer Konfliktberatungsstelle – da diese nach ein paar Jahren Tätigkeit evaluiert werden muss, bevor über Fortführung und Finanzierung diskutiert werden kann. Gemeinsam mit dem Verantwortlichen (mein Auftraggeber) habe ich einen kleinen Fragebogen entworfen und nun auch ausgewertet. Nachdem ich ihm die Ergebnisse geschickt habe und ein erklärendes Gespräch mit ihm hatte, ist mir klar geworden, wie schwierig es ist, “Laien” klar zu machen, was eigentlich ein Mittelwert, eine Standardabweichung und ein Median ist bzw. welche Aussagen damit getroffen werden können. Vor allem ist es dann schwer, wenn die Ergebnisse (obwohl ich sie gar nicht so schlecht fand, schließlich wäre es ja äußerst verdächtig, wenn alle ankreuzten, dass alles super war) nicht den Erwartungen des Auftraggebers entsprechen und die Angst besteht, dass sie von Kritikern gegen ihn verwendet werden könnten. Jetzt darf ich auch noch mitgehen und soll die Ergebnisse präsentieren. Ich bin gespannt …
January 17th, 2007 at 2:43 pm
Deswegen wird in unserer Branche so ein Fragebogen nie von Fachleuten konzipiert und erst recht nicht ausgewertet.
Oder auch “Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein. Was darüber ist, das ist vom Übel.“. Bei uns gilt was darüber ist, zu kompliziert.